Andere Autoren

Diego Valeri

Diego Valeri wurde 1887 in Piove di Sacco geboren und starb 1976 im Alter von neunzig Jahren in Rom. Er lebte hauptsächlich in seinem geliebten Veneto, zwischen Padua und Venedig, und verließ es nur für seine häufigen Studienreisen nach Frankreich und, durch höhere Gewalt, nach dem 8. September 1943. Wegen militanten Antifaschismus vom Sondergericht verurteilt, musste er in der Schweiz Unterschlupf suchen, wo er bis zum Ende des Krieges blieb.
Zunächst als Gymnasiallehrer, dann als Dozent für französische Literatur und moderne und zeitgenössische italienische Literatur an der Universität Padua, übte er einen diskreten und zugleich tiefgreifenden Einfluss auf seine Studenten aus. Sein erstes poetisches Werk war Le gaie tristezze (Palermo, Sandron, 1913), aber seine “anerkannte” Lyrik begann Valeri mit Umana (Ferrara, Taddei, 1915), das später zusammen mit den folgenden Crisalide (ebd., 1919) und Ariele (Mailand, Mondadori, 1924) in der Reihe Poesie vecchi e nuove (ebd., 1930, mit verschiedenen Nachdrucken bis zur abgespeckten Ausgabe von 1952) zusammengefasst wurde. Zwei weitere Bücher, Scherzo e finale und Tempo che muore (ebd., 1937 und 1942), werden Terzo tempo (ebd., 1950) bilden. Diese beiden Sammlungen, angereichert mit den italienischen und französischen Gedichten Jeux de mots (Paris, Le Divan, 1956), Metamorfosi dell’angelo (Mailand, Scheiwiller, 1957) und Il flauto a due canne (ivi, Mondadori, 1958), bilden den Band Poesie. 1910-1960 (ebd., 1962; erweitert, 1967), mit einem Essay von Giacomo Debenedetti. Es folgen Verità di uno und Calle del vento (ebd., 1970 und 1975). Posthum erschien Poesie inedite o “come”, mit Schriften von Carlo Betocchi und Domenico Porzio (Genua, San Marco dei Giustiniani, 1977). Zu erwähnen sind die sehr schönen Gedichte für Kinder: Il campanellino (Turin, S.E.I., 1928) und auch Poesie piccole (Mailand, Scheiwiller, 1965), mit einem Vorwort von Gianfranco Folena.
Neben seiner Arbeit als Dichter schrieb Valeri auch literarische Essays, vor allem über die französische Kultur, als Kunstkritiker, als Prosaautor von Erinnerungen und Eindrücken (vor allem Fantasie veneziane, Mailand, Mondadori, 1934, mehrfach nachgedruckt), und vor allem als feiner Übersetzer: Lirici tedeschi (ebd., 1959) und Lirici francesi (ebd., 1960), um nur einige seiner wichtigsten Werke zu nennen.

Im Archiv des Studienzentrums “Guido Gozzano – Cesare Pavese” werden 144 Papiere aufbewahrt, darunter Briefe, Karten, Postkarten, die an die Dichterin und Schriftstellerin Maria Luisa Belleli gerichtet sind. Die Korrespondenz erstreckt sich über die Jahre 1927 bis 1975 und betrifft vor allem Fragen der Poesie und Literatur (kritische Aufsätze und Übersetzungen).

Similar Posts

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *